Clara Zetkin
Berlin, Deutschland
1998/99 drohte Clara Zetkin abermals Ungemach. Im Nachbarbezirk Hohenschönhausen wackelte ihr überlebensgroßes Standbild (400 Kilo schwer). Das dortige Institut für Lehrerbildung "Clara Zetkin" war nach Grundstücksverkauf zum Abriss freigegeben und das Denkmal vor seinem Hauptportal, das vom Bildhauer Gerhard Thieme stammte, hätte wahrscheinlich dasselbe Schicksal ereilt, wären nicht in Marzahn und Hellersdorf helle Köpfe beim Berliner Senat als Leihgeber vorstellig geworden, um diese Bronzestatue zu sich zu holen. Am 8. März 2000 wurde schließlich auf der Wiese oberhalb der Wittenberger Straße das gerettete Denkmal neu enthüllt. Abermals zum internationalen Frauentag, weil es eben ohne Clara Zetkins Wirken diesen Ehrentag nicht gäbe.