INSTINCT

Eingang zum Widum

Imst, Österreich

In Bayern und Tirol ist Widum oder Widdum auch die Bezeichnung für das unbewegliche Vermögen der Pfarrpfründe und insbesondere für das Pfarrhaus.[5] Dem entspricht in Norddeutschland das (mittel)niederdeutsche Wedeme und das niederländische w(h)eem, weme "Pfarrei, Pfarrhof" (siehe die Niederl. Wikipedia: weem).[6] Widum taucht heute noch, wenn auch in abgewandelter Form, als Orts-, Straßen- oder Flurname auf, sowie in Österreich als Bezeichnung des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes einer katholischen Pfarre. In Lübeck ist die Wehde der historische Pfarrhof der Marienkirche. Das Wort „widum“ und „wittum“ leitet sich von derselben Wurzel her wie „widmen“; Widum und Wittum bezeichnet also ein „gewidmetes Gut“, in Tirol und Südtirol heute noch gebraucht als Bezeichnung für einen Pfarrhof. Im deutschen, mittelalterlichen Recht wurden damit auch die Witwenversorgung aus dem Nachlass genannt, da auch diese „gewidmete Güter“ waren; die Verknüpfung des Wortes Widum mit Witwe ist volksetymologisch, und nicht richtig.[7]

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