Kirchturm der Pfarrkirche
Imst, Österreich
Ein eindrucksvolles Werk aus dem 15. Jhd.; mit dem höchsten Kirchturm Tirols (84,5 m), Fresken an den Außenwänden und einem modernen Hauptaltar. Die Pfarrkirche liegt inmitten der Oberstadt, die sich durch ihre offenere Bauweise auszeichnet. Ein großer Friedhof umgibt das Gotteshaus und schafft einen Freiraum, der die spätgotische Architektur imposant zur Geltung bringt. Am Anfang des letzten Jahrhunderts hat man das Friedhofsareal auf drei Seiten mit spitzbogigen Arkadengängen umgeben. 1304 wird diese Kirche erstmals in einem Stiftsbrief urkundlich erwähnt, ist aber bereits andernorts 1267 verzeichnet. Ursprünglich hatte die Pfarrkirche einen schmäleren Grundriß und achteckige Pfeiler, wurde 1350 erstmals erweitert, 1462 wurde der Grundstein zum gotischen Neubau gelegt, 1462-1475 wurde der heutige Chor angefügt, 1475-93 errichtete man mit Hilfe von Bergknappen das Langhaus in seiner heutigen Form. Das Innere wurde am Ende des 18. Jahrhunderts barockisiert, dabei wurden die Netzgewölbe entfernt und die Fresken auf der Aussenseite übermalt. Beim großen Brand ging die barocke Ausstattung fast völlig verloren, man versuchte aber das innere in seinen gotischen Formen wieder herzustellen., 1899 wurde der Turmhelm erhöht. In den Jahren 1909 und 1912 erfolgte eine Regotisierung des Baues, man legte die Westrose an der Fassade frei und baute eine Orgelempore ein. An der Außenseite der Kirche befinden sich sehenswerte Fresken.