Spessartmuseum im Schloss zu L
Lohr am Main, Deutschland
Den Grundstein für das Lohrer Schloss, das 1389 erstmals urkundlich erwähnt wurde, legte um 1340 Graf Gerhard V. von Rieneck an der Nordwestecke der Altstadt von Lohr am Main. Zunächst handelte es sich nur um einen Wohnturm nach flämischem Vorbild, der seit dem späten 15. Jahrhundert mit einem Wassergraben und einem Mauerring umgeben war. Direkt dabei standen im näheren Bereich Bandhaus, Forsthaus, Remise und Kellereigebäude. Nach dem Tod des letzten Rienecker Grafen Philipp III. übernahmen 1559 die Kurfürsten von Mainz als Landesherren das Gebäude und gaben ihm nach und nach seine heutige Gestalt. Es wurde der Sitz der Oberamtmänner des Kurfürsten. 1814 wurde das Schloss vom Königreich Bayern übernommen und als Amtssitz genutzt. Unter anderem befand sich dort bis zur Gebietsreform 1972 das Landratsamt Lohr. 1913 wurde das Gebäude saniert. 1936 wurde im Rittersaal des Schlosses das Heimat- und Spessartmuseum Lohr eingerichtet. Dieses wurde 1942 geschlossen und 1949 wiedereröffnet. Seit 1972 befindet sich in dem Gebäude nur noch das Spessartmuseum, das sich vor allem mit der Geschichte des Schlosses und des Spessarts befasst und dem Thema "„Mensch und Wald“ gewidmet ist.